Anleitung & Handbuch für Ellie Worx

Von der ersten Fallnotiz bis zum geprüften Bericht.

Ellie Worx in drei Schritten

Passende Funktion wählen

Beginnen Sie mit der Auswahl der Aufgabe, die jetzt ansteht: intern dokumentieren, reflektieren, supervidieren oder nach Außen schriftlich kommunizieren.

Supervisor: Modus auswählen
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Fallinformationen eingeben

Geben oder diktieren Sie nur die Informationen zum Fall, die für die Aufgabe erforderlich sind - möglichst pseudonymisiert.

PTV3: Falldaten eingeben oder anhängen
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Ergebnis prüfen und bearbeiten

Lesen Sie das von Ellie zurückgegeben Ergebnis vollständig. Korrigieren und ergänzen Sie so, dass Sie die Inhalte fachlich verantworten können.

PTV3: Berichtsentwurf mit Bearbeiten und Prüfen
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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Einstieg und sicher arbeiten
  2. Welche Funktion wann?
  3. Ellie hört
  4. Sitzungsprotokoll
  5. Anamnese
  6. Ellie denkt · Reflexion
  7. Briefing
  8. Fallmaterial destillieren
  9. Persönlichkeitsanalyse
  10. Verlaufsanalyse
  11. Indikation prüfen
  12. Schwierige Gespräche vorbereiten
  13. Ellie denkt · Supervisor
  14. Supervisor: Modus wählen
  15. TP-Supervisor
  16. VT-Supervisor
  17. ST-Supervisor
  18. Reflecting Team
  19. Rollentausch
  20. 1 Fall – 3 Perspektiven
  21. Ellie schreibt
  22. Berichte erstellen (PTV3)
  23. Berichteprüfer (KI-Gutachter)
  24. Arztbrief
  25. Befundbericht
  26. Übergreifend
  27. Ergebnisse prüfen und übernehmen
  28. Wann fragt Ellie nach?
  29. Konto, Testabo und Support
  30. Support und PDF

Einstieg und sicher arbeiten

Ellie Worx ist eine KI-gestützte Arbeitsumgebung für die psychotherapeutische Praxis. Sie unterstützt bei interner Dokumentation, Reflexion und Supervision von Fällen und bei der Kommunikation nach Außen in Form von Briefen, Befundberichten und Antragsberichten im Gutachterverfahren. Ellie erzeugt Arbeitsentwürfe und Denkimpulse - keine fertigen Ergebnisse. Die letzten Entscheidungen liegen immer beim Nutzer.

Wofür Ellie Worx gedacht ist

Ellie Worx unterstützt fertige und angehende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (für Erwachsene und Kinder und Jugendliche) bei den typischen wiederkehrenden Arbeitsabläufen und Problemen in der Erstellung, Aufbereitung und Verarbeitung klinischer Informationen. Es ist als Ergänzung zu einem klassischen Praxisverwaltungssystem (PVS) gedacht, in welchem die elektronische Patientenakte geführt wird. Die Funktionen sind in drei Bereiche gegliedert:

  • Ellie hört - interne Dokumentation. Deine freien und formlosen Diktate überführt Ellie in sauber strukturierte Sitzungsprotokolle und Anamnesen, die du anschließend in dein PVS übernimmst. Eine saubere Dokumentation zahlt sich auf lange Sicht aus, weil hiermit die Datenbasis geschaffen wird.
  • Ellie denkt - ob zur Sitzungsvorbereitung mit einem kurzen Briefing, zur Zusammenfassung oder  Analyse deiner Fälle, zur Reflexion oder Supervision bei verschiedensten Fragestellungen. Supervision und Reflexion sind die beiden Unterbereiche, in denen Ellie dir Hilfestellung für verschiedenste Problemstellungen anbietet.
  • Ellie schreibt - vielleicht nicht jeden Tag gebraucht, aber immer wieder. Ob Antragsberichte (PTV3), Arztbriefe, Befundberichte, Epikrisen, Abschlussberichte für deine interne Fallakte - Ellie erstellt dir aus deinem Material (am besten deine gesammelten/exportierten Protokolle) qualitativ hochwertige Entwürfe.

Diese Anleitung folgt der Arbeitsreihenfolge aus der Praxis: Ellie hört, Ellie denkt, Ellie schreibt. In der Übersicht der Anwendung können die Antragsberichte (PTV3) weiter oben stehen, weil viele Nutzerinnen und Nutzer genau deswegen kommen; inhaltlich gehören sie zum Bereich Ellie schreibt.

Es gibt keinen vorgeschriebenen Gesamtprozess. Sie können einzelne Funktionen unabhängig nutzen oder vorhandene Anamnesen und Protokolle später als Grundlage für Reflexion, Supervision und Berichte verwenden. Ellie Worx führt dabei keine dauerhafte digitale Patientenakte in der Cloud. Was du mit Ellie erarbeitest und was gesichert werden soll, speicherst du auf deinem eigenen Computer, am besten in deinem PVS direkt in der dort geführten Fallakte. Das ist datenschutzrechtlich die sauberste Lösung.

Was Ellie Worx nicht kann

Ellie Worx ist fachlich hoch kompetent, aber es kann und darf keine diagnostischen oder therapeutischen Entscheidungen treffen. Ellies Aufgabe ist es vielmehr, dich in diesen Aufgaben zu unterstützen, zu beraten oder Entwürfe für dich zu erstellen. Du gibst die Anweisungen, du triffst die Entscheidungen. Ellie arbeitet einiges für dich ab, bereitet für dich vor oder nach.

Pseudonymisierung und Datensparsamkeit

Grundsätzlich ist in der Arbeitsumgebung von Ellie Worx die Verarbeitung von personenbezogenen Daten rechtlich gedeckt. Verwende bitte trotzdem möglichst pseudonymisierte Daten. Achte schon beim Diktieren darauf. Ellie braucht nicht die echten Namen, Anschriften, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Versicherungsnummern und vollständige Geburtsdaten. Die sind im PVS besser aufgehoben. Gib deshalb bei der Arbeit mit Ellie nur die Falldaten ein, die für die Erledigung der Aufgabe erforderlich sind.

Ellie Worx ist technisch und organisatorisch für die Verarbeitung  personenbezogener Daten und sensibler Gesundheitsdaten nach deutschem und EU-Recht ausgelegt. Die Datenverarbeitung findet ausschließlich auf deutschen und europäischen Servern statt. Auf die verschlüsselten zu verarbeitenden Falldaten hat niemand außer dir Zugriff. Die verwendeten LLMs dürfen die Daten nicht zum Training benutzen. Grundlage sind eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung nach Art. 28 DSGVO und eine Zusatzvereinbarung zur Wahrung der Schweigepflicht nach § 203 StGB. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Datenschutzhinweise. Die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der Verarbeitung im konkreten Fall sowie Umfang und Art und Weise der Information von Patienten bleibt Aufgabe der Praxis beziehungsweise der behandelnden Person.

Ellie Worx legt keine Patientenakte an. Eingaben und Ergebnisse werden nur zur Bearbeitung des gewählten Auftrags vorgehalten. Sie werden beim Schließen des jeweiligen Tabs oder Browsers gelöscht. Wenn ein Ergebnis Teil der Behandlungsdokumentation werden soll, musst du die  Endfassung vorher in dein PVS oder sonstige Dokumentation übernehmen.

Fachliche Prüfung bleibt Pflicht

Prüfe jeden erzeugten Text auf Richtigkeit, Vollständigkeit, zeitliche Einordnung, Diagnosen, Befunde, Schlussfolgerungen und Angemessenheit. Wenn eine Ausgabe unplausibel oder fachlich nicht stimmig ist, korrigiere sie oder verwende sie nicht.

Wichtig: Temporäre Arbeitsumgebung - Inhalte werden nicht dauerhaft gespeichert

Eingaben und Ergebnisse werden beim Schließen des jeweiligen Tabs gelöscht. Ellie führt keine Patientenakte: Jedes Modul arbeitet mit dem Material, das du ihr für den aktuellen Auftrag bereitstellen.
Plane deshalb so: Fallmaterial (diktieren, aus deinem PVS) einbringen, Ergebnis prüfen und die freigegebene Fassung unmittelbar in deine eigene Dokumentation übernehmen. Wer den Tab schließt, bevor das Ergebnis gesichert ist, verliert es unwiderruflich. es gibt keine Möglichkeit zur Wiederherstellung. Das ist beabsichtigt und Teil des Sicherheitskonzepts.


Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?

Ellies Funktionen sind darauf ausgelegt, nur mit dem bereitgestellten Material zu arbeiten, nichts hinzuzuerfinden und - falls möglich -Unsicheres kenntlich zu machen. Garantieren lässt sich das bei KI jedoch nicht: Ausgaben können Fehler, Auslassungen und Fehlgewichtungen enthalten. Was unter „Grenzen und Hinweise“ bei den einzelnen Funktionen steht, beschreibt diese Auslegung - keine Zusicherung. Jeder Text ist ein Arbeitsentwurf; die fachliche Prüfung bleibt Pflicht (Ergebnisse prüfen und übernehmen).

Startseite: Funktion auswählen
Startseite: Funktion auswählen · Zum Vergrößern anklicken.

Diktate, Anhänge und Verarbeitung

Freie Diktate nimmst du über das Mikrofon-Symbol direkt in Ellie Worx auf. Die Verarbeitung - einschließlich der Spracherkennung - erfolgt innerhalb einer sicheren europäischen Infrastruktur; auch hier gelten dieselben Regeln wie für Texteingaben: temporäre Verarbeitung, automatische Löschung, kein KI-Training, kein Zugriff durch Entwickler oder Support. Zero Retention. Zero Access. Zero Knowledge.

Dateianhänge: Ellie Worx verarbeitet ausschließlich textbasierte PDF- und Word-Dateien (DOCX). Bilddateien (z. B. JPEG, PNG).
Fotografierte Dokumente (JPEG, PNG) und Scan-PDFs werden nicht unterstützt; eine automatische Texterkennung (OCR) findet aktuell nicht statt. Hintergrund: Für die Texterkennung aus Bildern wären zusätzliche, extern oder technisch nicht vollständig kontrollierte Verarbeitungsschritte erforderlich. Bei sensiblen Gesundheitsdaten setzt Ellie Worx solche Schritte bewusst nicht ein. Was bei ChatGPT so einfach aussieht (Bild rein - Text raus) durchläuft im Hintergrund eine Reihe von Verarbeitungsschritten, deren datenschutzrechtliche Sicherheit von uns nicht garantiert werden kann.  

Welche Funktion wann?

Du kommst wegen eines Antragsberichts? Dann springe direkt zu Berichte erstellen (PTV3).

Aufgabe Funktion
die Stunde diktieren und protokollieren Sitzungsprotokoll
Erstgespräch und Anamnese diktieren Anamnese
dich auf die nächste Sitzung vorbereiten Briefing
große Mengen an Fallmaterial für Berichte etc. verdichten Fallmaterial destillieren
eine kleine Persönlichkeitsanalyse aus den Falldaten ableiten Persönlichkeitsanalyse
den Therapieverlauf über einen längeren Zeitraum auswerten Verlaufsanalyse
Indikation für Reha oder stationäre Behandlung prüfen und begründen Indikation prüfen
schwierige Mehrpersonengespräche vorbereiten um mögliche Eskalationen zu vermeiden Schwierige Gespräche vorbereiten
verfahrensspezifische Fallsupervision TP-, VT- oder ST-Supervisor
besondere Form der Supervision: Vier Stimmen im Dialog über deinen Fall und deine Fragestellung dazu hören Reflecting Team
besondere Form der Supervision: konkrete Überlegungen und Formulierungen aus verschiedenen Positionen durchspielen Rollentausch
einen fall aus drei Blickwinkeln betrachten: psychodynamisch, verhaltenstherapeutisch, systemisch 1 Fall – 3 Perspektiven
Antragsbericht (PTV3) an den Gutachter (Erst-, Umwandlungsantrag;  auch als Beihilfebericht) Berichte erstellen (PTV3)
Check eines Berichts oder Entwurfs durch Ellies KI-Gutachter nach den offiziellen Kriterien der KBV. Einen fertigen PTV3-Bericht tiefenprüfen lassen Berichteprüfer (KI-Gutachter)
Brieferstellung an Hausarzt, Facharzt oder Klinik Arztbrief
Bericht an Behörde, Sozialleistungs- oder Rehabilitationsträger, Medizinischen Dienst Befundbericht

Sitzungsprotokoll

Diktiere frei aus dem Bauch heraus, so wie du die Stunde dir selbst oder einer Kollegin in 2-3 Minuten erzählen würdest. Ellie strukturiert anschließend und gibt es dir sauber aus, damit du es in dein PVS übernehmen kannst.

Funktion und Zweck

Freie Sprachdiktate und deren sekundenschnelle Umwandlung in strukturierten Text sind die einfachste und effizienteste Form um Sitzungen zu dokumentieren. Diese bilden die fortlaufende Fallgrundlage für spätere Fallreflexionen, Briefe, Berichte und auch supervisorische Fragen.

Bedienung

  1. Wähle Ellie hört > Sitzungsprotokoll.
  2. Klick auf das Mikrofonsymbol unm die Aufnahme zu starten. Diktiere dann die Sitzung frei und ohne auf eine Struktur zu achten: Themen, Beobachtungen, Interventionen, Reaktionen, Veränderungen, Vereinbarungen und offene Punkte - was dir einfällt, in beliebiger Reihenfolge. 2-3 Minuten reichen.
  3. Ellie transkribiert in Text und strukturiert das Diktat zu einem fertigen Protokoll.
  4. Prüfe das Protokoll, ergänze falls erforderlich fehlende Angaben und übernimm das  Ergebnis in dein PVS.
Sitzungsprotokoll: Eingabemaske
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Sitzungsprotokoll: Sprachaufnahme vor dem Erstellen
Sitzungsprotokoll: Sprachaufnahme vor dem Erstellen · Zum Vergrößern anklicken.

Output

  • Zusammenfassung - 4-7 kurze Sätze (140-220 Wörter) als Fließtext.
  • Rohprotokoll - vollständig und nah am Wortlaut, nur minimal geglättet; keine Inhalte ausgelassen, keine Widersprüche „repariert“.
  • Anknüpfungspunkte für die nächste Sitzung (optional) - 2-4 Punkte als Arbeitshilfe; keine Diagnosen, keine Therapieempfehlungen.

Bei sehr kurzen Diktaten (unter 50 Wörtern) entsteht eine kurze Zusammenfassung und das Rohprotokoll. Die Ausgabe erfolgt ohne Metakommentare und Rückfragen.

Grenzen und Hinweise

Ellie ist darauf ausgelegt, ausschließlich textgebunden zu arbeiten: nichts ergänzen, erfinden oder eigenständig umdeuten; Unklarheiten bleiben sichtbar.  Die dauerhafte Dokumentation bleibt im PVS.

Anamnese

Diktiere die Informationen aus Erstgespräch und Anamnese so, wie sie dirin den Sinn kommen - Ellie ordnet sie zu einer übersichtlichen, strukturierten Anamnese, angelehnt an das PTV3-Formblatt.

Funktion und Zweck

Die Funktion überführt freie Diktate zu Erstgespräch und Anamnese in eine übersichtliche Dokumentation.

Bedienung

  1. Wähle Ellie hört > Anamnese.
  2. Diktiere (oder schreibe) die anamnestischen Angaben (zur Krankheit, Biografie und soziodemografische Daten) frei - wie in einer ausführlichen kollegialen Fallvorstellung mit all den Daten, die dir bis dahin vorliegen und die du später in einem Antragsbericht brauchen könntest.
  3. Ellie ordnet die Informationen in die entsprechenden Rubriken.
  4. Ergänzungen, die sich im Verlauf ergeben, kannst du auch hier oder in den Sitzungsprotokollen erfassen.
  5. Übernimm das geprüfte Ergebnis in dein PVS.
Anamnese: Eingabemaske
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Output

Eine strukturierte anamnestische Dokumentation mit klinischer Mini-Synthese (4-6 Sätze: Anlass, führende Beschwerden, Verlauf, bedeutsamste Einschränkungen, zentrale Belastungsfaktoren) und Rubriken: soziodemografische Daten, Anlass und Symptomatik, Lebenssituation, Behandlungsziele, psychischer Befund (AMDP-orientiert, nur Auffälligkeiten), diktierte Diagnosen, Vorbehandlungen und Medikation, biografische Angaben, Ressourcen sowie 5-8 priorisierte offene Punkte.  Bei sehr kurzen Diktaten: Mini-Synthese und max. 3 offene Punkte. Ein Rohprotokoll nur auf ausdrücklichen Wunsch.

Grenzen und Hinweise

Keine ergänzten Diagnosen oder ICD-Codes, keine künstliche Vollständigkeit, keine Normalbefunde ohne Vorlage. Unklarheiten und Widersprüche bleiben erkennbar. Die dauerhafte Dokumentation gehört ins PVS.

Briefing

Ein 3-Minuten-Briefing holt dich unmittelbar vor der nächsten Sitzung wieder in den Fall zurück:
1. Minute: Falldaten aus dem PVS exportiern und in "Briefing" laden.
2. und 3. Minute: Einstimmung - Was war zuletzt? Was hat sich bewegt? Was ist offen?

Funktion und Zweck

Das Briefing verdichtet die letzten Sitzungen zu einer aktuellen Prozesslage und schlägt Denkimpulse sowie mögliche Einstiege vor. Es schärft klinisches Denken und therapeutische Präsenz - Sitzung für Sitzung, auch über längere Behandlungsverläufe. Die letzten 1-3 Sitzungen werden deutlich stärker gewichtet als ältere Fallinformationen; älteres Material wird nur einbezogen, wenn es eine aktuelle Bewegung verständlich macht. Du gehst anders vorbereitet in die Sitzungen und bleibts dennoch offen für den Prozess.

Bedienung

  1. Wähle  Ellie denkt > Reflexion > Briefing.
  2. Stelle die Sitzungsprotokolle bereit - idealerweise aus Ellie hört.
  3. Starte das Briefing.
  4. Schau dir das Ergebnis an (ca. 1/2 Seite Text) und du bist auf Stand. Wähle selbst, welche Denkimpulse und Einstiege du vielleicht aufgreifst.
Briefing: Eingabemaske
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Briefing: Fallmaterial und Auftrag
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Briefing: Verdichtung, Denkimpulse und Einstieg
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Output

  • Verdichtung - maximal 5 Zeilen zur aktuellen Prozesslage; konkrete Entwicklungen vor allgemeinen Fallformulierungen; andeuten statt erklären.
  • Denkimpulse - 2-3 offene Perspektiven auf das aktuelle Geschehen; Widersprüche dürfen bestehen bleiben.
  • Einstieg - 2-3 Optionen für Haltung, Frage oder ersten Satz, möglichst angeknüpft an etwas, das die Patientin oder der Patient zuletzt selbst eingebracht hat. Keine Gewichtung, keine Empfehlung - die Entscheidung liegt bei dir.

Grenzen und Hinweise

Keine Fallzusammenfassung, keine Fallkonzeption, keine Diagnosen, keine fertigen Deutungen. Neue Entwicklungen werden nicht durch ältere Fallmuster überdeckt; widersprüchliches Material bleibt als Spannung sichtbar.

Das Briefing verdichtet bewusst stark und filtert nicht gezielt nach Risiken. Wenn im aktuellen Material akute Risiken (etwa Suizidalität, Gefährdung) relevant sind, prüfe diese nicht am Briefing.

Prinzip

Das Briefing öffnet Raum - es besetzt ihn nicht.

Fallmaterial destillieren

Umfangreiches oder unstrukturiertes Fallmaterial wird zu einem klinischen Destillat verdichtet - als Fallgrundlage für nachgelagerte Funktionen, ohne selbst einen Bericht oder eine Fallkonzeption zu erzeugen.

Funktion und Zweck

Die Funktion extrahiert, prüft und verdichtet Fallmaterial: Sie bewahrt klinisch entscheidende Fakten, Szenen, wiederkehrende Muster, Ressourcen, Risiken und klinisch relevante Lücken und reduziert Redundanz. Dokumentierter Fakt, Patientenangabe, therapeutische Beobachtung und Hypothese bleiben unterscheidbar. Das Destillat bereitet Fallmaterial für PTV3-Berichte, Fallkonzeption, strukturdiagnostische Einordnung, Verlaufs- und Umwandlungsbegründungen sowie supervisorische Reflexion auf.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Reflexion > Fallmaterial destillieren.
  2. Stelle das Fallmaterial bereit - als Text, Diktat oder Dateianhang (textbasierte PDF- oder Word-Datei, DOCX; keine Bilder oder Scan-PDFs).
  3. Beantworte die Nachfragen: höchstens eine Frage pro Nachricht, nur zu klinisch relevanten Lücken (zuerst akute Risiken und aktuelle Hauptsymptomatik).
  4. Sage oder schreibe fertig, Ausgabe oder Update - das Destillat wird sofort erzeugt.
  5. Prüfe es vollständig und ergänze aus deiner Fallkenntnis.

Die Bildschirmansicht wird nach Freischaltung dieser Funktion ergänzt.

Output

Ein strukturiertes klinisches Destillat: Basisdaten; aktuelle Symptomatik, dokumentierte Diagnosen und Funktionsniveau mit jüngstem Stand; zentrale klinische Muster; biografisch relevante Verdichtungen; hochrelevante Szenenanker; Therapieverlauf und Veränderungsprozess; Ressourcen; Risiken und Prognosefaktoren. Nur falls relevant: offene Widersprüche und Lücken ([nicht dokumentiert], [nicht erhoben], [unklar]), umwandlungsrelevante Verdichtung sowie eine verfahrensspezifische Salienzmatrix (TP/AP, VT, ST, Strukturdiagnostik). Orientierung für den Verdichtungsgrad: bei bis zu 20 Seiten Vorlage ca. 35-50 %, bei 21-50 Seiten 30-40 %, bei 51-80 Seiten 25-30 %, über 80 Seiten 15-20 %; das Destillat umfasst in der Regel höchstens 20 Seiten.

Grenzen und Hinweise

Nichts wird ergänzt, was nicht im Material enthalten ist: keine Plausibilisierung biografischer Lücken, keine neuen Diagnosen, keine geglätteten Widersprüche. „Nicht dokumentiert“ bedeutet nie „unauffällig“. Widersprüche werden markiert, nicht entschieden. Keine Aussage zur Notwendigkeit oder Indikation weiterer Behandlung.

Keine Indikations- oder Gefährdungseinschätzung

Die Funktion trifft keine Indikationsentscheidung und keine Einschätzung akuter Gefährdung; entscheidend bleibt deine eigene klinische Beurteilung.

Persönlichkeitsanalyse

Psychodynamisch-charakterologische Verdichtung: wenige zentral organisierende Persönlichkeitslinien, klinisch präzise formuliert.

Funktion und Zweck

Die Funktion extrahiert aus therapeutischem Prozessmaterial wenige zentral organisierende Persönlichkeitslinien und analysiert Persönlichkeit charakterologisch - als relativ stabile psychische Organisationsweise, die typische Affekt-, Selbstwert-, Beziehungs-, Abwehr- und Konfliktmuster hervorbringt. Leitfrage: Warum reagiert diese Persönlichkeit in genau diesem Kontext mit genau diesem Muster? Die Analyse ersetzt keine formale Diagnostik, sondern formuliert eine charakterologische Fallhypothese.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Reflexion > Persönlichkeitsanalyse.
  2. Stelle das Prozessmaterial bereit: Sitzungsprotokolle, Falldiktate, ggf. Destillat.
  3. Starte die Analyse. Ohne Moduswahl wird Modus 1 - Kurzverdichtung ausgegeben.
  4. Wähle bei Bedarf einen anderen Ausgabemodus oder greife ein angebotenes Vertiefung auf.

Die Bildschirmansicht wird nach Freischaltung dieser Funktion ergänzt.

Output - vier Modi

  • Modus 1 - Kurzverdichtung (Standard): Kurzformel, zentrale Konfliktachse, Hierarchisierung (primär/sekundär/situativ, Strukturniveau, Ressourcen), 1-3 therapeutische Prozesshinweise.
  • Modus 2 - Persönlichkeitsanalyse (400-500 Wörter): Materialbasis, zentrale Beobachtungen, Kernspannungen, Charakterstil, Prozesslogik, therapeutische Konsequenz, Grenzen und Alternativen.
  • Modus 3 - Tiefenanalyse (500-700 Wörter): 16 Abschnitte bis zur prägnanten Fallformel.
  • Modus 4 - TP-PTV3-Zuarbeit: psychodynamische Kernformel bis therapeutischer Fokus und Prognose.

Nach Modus 1-3 werden Weiterarbeit und Perspektivwechsel (z. B. Big Five/OCEAN, Bindungsstil, OPD, Übertragung/Gegenübertragung) knapp angeboten - nie ungefragt ausgeführt.

Grenzen und Hinweise

Klinische Begriffe werden nur materialgestützt, funktional und hierarchisiert eingesetzt; jede Typisierung zeigt, wann sie aktiviert wird und wozu sie dient. Reicht das Material nicht, wird das klar benannt, statt eine Typisierung zu erzwingen.

Keine formale Diagnostik

Das Ergebnis ist eine Fallhypothese zur supervisorischen Prüfung - keine Diagnose.

Verlaufsanalyse

Datierte Sitzungsprotokolle werden zu einer verdichteten Verlaufsanalyse: Wie hat sich die Patientin oder der Patient im Therapieverlauf verändert?

Funktion und Zweck

Die Funktion analysiert chronologisch geordnete, datierte Sitzungsprotokolle und beschreibt Entwicklungslinien, Krisen, Wendepunkte und den Gesamttrend - statt einzelne Sitzungsinhalte nachzuerzählen. Anwendungsfälle: Verlaufsdokumentation, Berichtsvorbereitung, eigene Verlaufsreflexion. Die Gesamtausgabe ist in 2-3 Minuten vollständig lesbar.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Reflexion > Verlaufsanalyse.
  2. Stelle datierte Sitzungsprotokolle bereit - idealerweise aus Ellie hört. Vorhandene Testwerte (z. B. PHQ-9, GAD-7, BDI, WHO-5) werden einbezogen.
  3. Starte die Analyse.
  4. Prüfe Phasenbewertungen, Wendepunkte und Gesamttrend an deinem klinischen Eindruck.

Die Bildschirmansicht wird nach Freischaltung dieser Funktion ergänzt.

Output

  • Ausgangsanalyse - max. 80 Wörter zu Belastungen, Ressourcen, Therapiezielen.
  • Verlaufsanalyse nach Phasen - Therapiebeginn sowie 6, 12, 18, 24 Monate, bei längeren Verläufen weitere 6-Monats-Schritte; je Phase 50-80 Wörter, Kurzfazit und Bewertung in vier Bereichen (Symptomatik, Funktion, Ressourcen, Engagement) auf einer Skala von 0 (deutliche Verschlechterung) bis 4 (deutliche Verbesserung) - immer bezogen auf den Ausgangszustand; je Phase genau ein Gesamttrend.
  • Therapeutische Wendepunkte - maximal 3 Ereignisse mit Zeitpunkt, Ereignis und Bedeutung.
  • Gesamtauswertung - integrierter Text von 150-200 Wörtern.
  • Verlaufsmatrix - tabellarische Übersicht aller Phasen mit Ratings und Gesamttrend plus kurze Gesamteinschätzung.

Bei einem 24-Monats-Verlauf umfasst die Gesamtausgabe in der Regel 800-1.200 Wörter.

Grenzen und Hinweise

Grundlage sind ausschließlich dokumentierte Informationen; Diagnosen oder Symptome werden nicht ergänzt, fehlende relevante Angaben werden klar benannt, nicht erschlossen. Die Ratings sind arbeitserleichternde Verdichtungen - keine psychometrische Verlaufsmessung.

Die Analyse verdichtet über lange Zeiträume. Risikorelevante Einzelereignisse können dabei weniger deutlich hervortreten als in Ihrer Originaldokumentation. Beurteile akute Risiken immer am Originalmaterial, nie allein an der Verlaufsanalyse.

Indikation prüfen

Ein internes klinisches und sozialmedizinisches Gegenüber: Indikationen, Settings, Gegenargumente und tragfähige Begründungen prüfen - ohne die Entscheidung abzunehmen.

Funktion und Zweck

Die Funktion ordnet Fallmaterial ein und prüft getrennt, aber aufeinander bezogen: klinische Indikation (ambulante Psychotherapie, KZT, LZT/Umwandlung, Beendigung oder Alternative), Versorgungssetting (ambulant, Reha, Tagesklinik, Krankenhaus/Akutpsychiatrie), sozialmedizinische Tragfähigkeit (PTV3/Gutachter, Reha/MD, DRV, Schwerbehinderung) und Argumentation. Bei konkurrierenden Optionen gilt immer: favorisierte Maßnahme, stärkstes Gegenargument, Kippfaktor.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Reflexion > Indikation prüfen.
  2. Stelle das Fallmaterial bereit und benenne die konkrete Fragestellung und den Anlass.
  3. Starte die Prüfung und arbeite die benannten Argumentationslücken durch.

Die Bildschirmansicht wird nach Freischaltung dieser Funktion ergänzt.

Output

  • Kernfrage und Arbeitsbewertung - Auftrag in einem Satz, klare vorläufige Gesamtbewertung.
  • Klinische Indikation - Für und Wider mit entscheidendem klinischen Grund.
  • Settingentscheidung - bevorzugtes Setting, stärkstes Gegenargument, Kippfaktor; bewertet wird die aktuelle Steuerungs-, Belastungs- und Haltefähigkeit.
  • Sozialmedizinische Tragfähigkeit - anlassbezogen: tragende Argumente und erwartbare Einwände.
  • Argumentationslücken / Klärung - maximal fünf Punkte.
  • Gesprächsargumentation - 2-4 Sätze für die Patientin oder den Patienten.
  • Formulierungshilfe nach außen - Textbaustein für Antrag, Befundbericht, Widerspruch oder Gutachterantwort (nur bei benanntem Anlass).

Jede Begründung folgt der Linie: Symptomatik/Verlauf, konkrete funktionelle Folge, bisherige Behandlungsgrenze, Ziel der Maßnahme, spezifisch erwartbarer Nutzen.

Grenzen und Hinweise

Alle Einschätzungen sind Arbeitsbewertungen - keine verbindliche Entscheidung und keine Prognose über das Verhalten eines Leistungsträgers oder Gutachters. Echte Gegenindikationen werden von Argumentationslücken unterschieden. Vor jeder Prüfung wird geklärt, ob Hinweise auf akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestehen; falls ja, wird die Akutversorgung zuerst bewertet.

Keine Entscheidungsabnahme

Indikations- und Settingentscheidung, Antragstellung und Unterschrift bleiben in Ihrer Verantwortung.

Schwierige Gespräche vorbereiten

Vorbereitung einmaliger Mehrpersonengespräche: Kerndynamik, realistische Ziele, Eskalationsrisiken und eine konkrete Gesprächsdramaturgie.

Funktion und Zweck

Die Funktion bereitet schwierige Mehrpersonengespräche strukturiert vor - etwa Familiengespräche, Krisengespräche oder Gespräche mit Sorgeberechtigten. Weil es nur einen Termin ohne Nachsteuerung gibt, gilt: Priorisieren vor Vollständigkeit, Stabilisieren vor Klärung, Dramaturgie vor Inhaltstiefe, Beziehungsrahmen vor inhaltlicher Wahrheit. Ziele werden immer aus der Dynamik abgeleitet, nie umgekehrt.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Reflexion > Schwierige Gespräche vorbereiten.
  2. Beschreibe das anstehende Gespräch: Anlass, Beteiligte (Seite A, Seite B, ggf. dritte Partei), bisheriger Verlauf, deine Sorge oder Frage; Fallmaterial optional.
  3. Starte die Ausgabe. Fehlende Informationen werden als Hypothese gekennzeichnet; es gibt keine Rückfrageketten.
  4. Prüfe Ziele, Risiken und Roadmap an deiner Kenntnis der Beteiligten.

Die Bildschirmansicht wird nach Freischaltung dieser Funktion ergänzt.

Output

  • Kerndynamik und Parteien - zentrale Beziehungskonstellation; je Partei Muster, Motivation, Risiko; maximal 1-2 plausible Deutungen.
  • Ziel dieses einen Gesprächs - offenes Ziel, ggf. verdecktes Ziel (Hypothese), Minimalziel.
  • Eskalationsrisiken - max. 3 zentrale Risiken (Angriff, Rückzug, Schuldverschiebung, Koalitionsbildung, Überflutung), je als Trigger, wahrscheinliche Reaktion, Moderationskonsequenz.
  • Bester Gesprächseinstieg - mit wem beginnen, warum, und ein konkreter Eröffnungssatz.
  • Gesprächsroadmap - 5-6 Schritte mit Ziel und Moderationsfokus; die ersten Schritte funktionieren auch bei Widerstand. Bei Eskalation hat Stabilisierung Vorrang.

Grenzen und Hinweise

Die Funktion ist ein Vorbereitungswerkzeug: Sie führt kein Gespräch, stellt keine Diagnosen und ersetzt keine Therapie. Unsicheres wird als Hypothese markiert.

Fachliche Verantwortung

Gesprächsführung und alle Entscheidungen im Gespräch bleiben bei dir.

Supervisor: Modus wählen

Der Supervisionsbereich beantwortet fachliche Fragen zu einem Fall - aus der Perspektive des gewählten Modus. Unter „1. Modus wählen“ stehen sechs Module zur Verfügung.

Die Bedienung ist in allen Modi gleich: Modus wählen, Supervisionsfrage in das Feld Supervisionsfrage eingeben, optional fallbezogene Unterlagen über das Büroklammer-Symbol anhängen (textbasierte PDF- oder Word-Dateien, DOCX; keine Bilder oder Scan-PDFs), Frage absenden. Die Antwort erscheint im Antwortbereich; im Eingabefeld Nachricht an Ellie schreiben… kann die Analyse mit gezielten Rückfragen vertieft werden.

Supervisor: Modus auswählen
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Akute Risiken

Bei Suizidalität, Kindeswohlgefährdung oder anderen akuten Gefährdungslagen gelten die üblichen professionellen Vorgehensweisen und Notfallstrukturen. Der Supervisor ist dafür nicht geeignet.

TP-Supervisor

Supervision aus tiefenpsychologischer Perspektive - Beziehungsgeschehen im Hier-und-Jetzt und Gegenübertragung im Zentrum.

Funktion und Zweck

Der TP-Supervisor übersetzt Beobachtungen, Gefühle und Gegenübertragungsphänomene in klinisch brauchbare Hypothesen. Er unterstützt bei Fallreflexion, Diagnostik, Techniken, Behandlungsplanung, schwierigen Verläufen, Gegenübertragung und Dilemmata - mit dem Ziel neuer Impulse und besserer Fragen. Er widerspricht und begrenzt, wenn das fachlich sinnvoll ist.

Bedienung und Output

Beschreibe Fall, Szene, Irritation, Gegenübertragung oder Dilemma; füge bei Bedarf Fallmaterial hinzu. Wenn wesentliche Fallinformationen fehlen, folgen zuerst 1-3 gezielte Rückfragen - andernfalls erhältst du sofort eine erste supervisorische Einordnung mit klar benannten Annahmen. Die Antwort umfasst in der Regel 350-550 Wörter: ein zentraler Gedanke, konsequent zu Ende geführt, ergänzt um höchstens eine weitere Perspektive; Fokus auf das Beziehungsgeschehen im Hier-und-Jetzt und die daraus entstehenden Gegenübertragungsreaktionen. Sind mehrere Deutungen gleichermaßen plausibel, wird diese Offenheit transparent. Der Supervisor bleibt nicht beim Problem stehen, sondern hilft, den nächsten sinnvollen Schritt zu erkennen.

Grenzen und Hinweise

Supervisor, kein Gutachter oder Berichtsprüfer: eine formale Prüfung erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch; aus der Supervision heraus können fachliche Dokumente (Epikrise, Arztbrief, Stellungnahme) entstehen, ohne dass die Rolle verlassen wird. Ersetzt keine persönliche Supervision.

Prinzip

Kein unkritischer Applaus - lieber Klarheit. Gute Supervision führt manchmal einen Gedanken zu Ende - und lässt ihn manchmal ruhen.

TP-Supervisor: Eingabemaske
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TP-Supervisor: Beispielantwort
TP-Supervisor: Beispielantwort · Zum Vergrößern anklicken.

VT-Supervisor

Supervision aus verhaltenstherapeutischer Perspektive - funktional, hypothesengeleitet, prozessorientiert.

Funktion und Zweck

Der VT-Supervisor betrachtet Verhalten im Zusammenspiel von Lerngeschichte, aktuellen Bedingungen, Kognitionen, Emotionen, biologischen Voraussetzungen und verfügbaren Bewältigungsfertigkeiten. Erste Leitfrage ist stets: Welche Funktion erfüllt dieses Verhalten unter den aktuellen Bedingungen? Bevorzugt wird die einfachste funktionale Erklärung; jede tragfähige Hypothese mündet in einen konkreten, überprüfbaren nächsten Schritt.

Bedienung und Output

Beschreibe deine Situation oder Frage und füge bei Bedarf Fallmaterial hinzu. Wenn wesentliche Informationen fehlen, wird die fehlende Annahme knapp benannt und mit einer vorläufigen Hypothese weitergearbeitet - höchstens 1-3 gezielte Rückfragen. Die Antwort umfasst 0,3-0,6 Seiten in zusammenhängendem Fließtext: beginnend bei der klinisch tragfähigsten Beobachtung, konzentriert auf die wenigen klinisch entscheidenden Hypothesen; konkurrierende Deutungen nur knapp markiert, wenn sie die Fallsteuerung verändern.

Grenzen und Hinweise

Supervisorin, keine Gutachterin: Berichte gelten zunächst als Ausdruck des klinischen Fallverständnisses; eine formale Prüfung nur auf ausdrücklichen Wunsch. Klinische Dokumente können aus der Supervision heraus verfasst werden, ohne die Rolle zu verlassen.

Prinzip

Kein unkritischer Applaus - lieber Klarheit. VT-Supervision endet nicht bei der Erklärung, sondern beim überprüfbaren nächsten Schritt.

VT-Supervisor: Fall und Frage eingeben
VT-Supervisor: Fall und Frage eingeben · Zum Vergrößern anklicken.
VT-Supervisor: Beispielantwort
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ST-Supervisor

Supervision aus systemischer Perspektive - relational, zirkulär, kontextsensibel.

Funktion und Zweck

Der ST-Supervisor betrachtet Symptome auch als mögliche Ausdrucksformen von Interaktionsmustern, Lösungsversuchen und Kontextbedingungen - ohne individuelle, biologische oder traumatische Bedingungen zu vernachlässigen. Systemische Hypothesen sind Einladungen zum Perspektivwechsel: Es wird nach Wechselwirkungen, Funktionen, Kontexten, Ressourcen und Ausnahmen gefragt - weniger nach Ursachen oder Schuld, dafür danach, wodurch ein Muster stabil bleibt und unter welchen Bedingungen Veränderung möglich wird. Aus der zentralen Hypothese leitet der Supervisor einen konkreten Veränderungsimpuls, eine weiterführende Frage oder eine überprüfbare Intervention ab.

Bedienung und Output

Beschreibe Fall, Interaktionsmuster, Dilemma oder Irritation. Nachgefragt wird nur, wenn wesentliche Informationen fehlen oder ein relevantes Risiko besteht; andernfalls erhältst du eine erste tragfähige Einschätzung. Die Antwort umfasst 0,3-0,6 Seiten Fließtext, beginnend bei der klinisch tragfähigsten Beobachtung - einem wiederkehrenden Interaktionsmuster, einer zirkulären Hypothese oder einem Dilemma - ohne vollständige Systemrekonstruktion.

Grenzen und Hinweise

Eigene Reaktionen werden als Information über den therapeutischen Prozess und deine Position im System verstanden, nicht als Aussage über deine Persönlichkeit. Supervisorin, keine Gutachterin; Einschätzungen erweitern den Möglichkeitsraum - die Entscheidung bleibt bei dir.

Prinzip

Kein unkritischer Applaus - lieber Klarheit. Gute systemische Supervision erweitert den Möglichkeitsraum, statt vorschnell eine einzige Erklärung festzulegen.

ST-Supervisor: Fall und Frage eingeben
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ST-Supervisor: Beispielantwort
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Reflecting Team

Dialogische Fallreflexion mit drei therapeutischen Stimmen und einer beobachtenden Metastimme.

Funktion und Zweck

Das Reflecting Team besteht aus Tilda (psychodynamisch), Sam (systemisch), Nele (verhaltenstherapeutisch) und Ivy (Beobachtung des Teams). Die Stimmen sprechen miteinander, hören einander zu und lassen ihre Gedanken durch die anderen verändern - es entstehen keine drei getrennten Fallanalysen. Ziel ist nicht die richtige Erklärung, sondern unterschiedliche Wahrnehmungen, die gemeinsam weitergedacht werden. Reflektiert wird auch die therapeutische Beziehung und die Person des Therapeuten in dieser Situation - eigene Resonanzen, Erwartungen und Irritationen sind ausdrücklich willkommen.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Supervisor > Reflecting Team.
  2. Beschreibe die therapeutische Situation, Frage, Irritation oder Resonanz mit dem nötigen Fallmaterial.
  3. Lies die erste Reflexionsrunde: 4-6 Wortmeldungen der drei Stimmen im natürlichen Dialog, anschließend Ivy.
  4. Nimm den zurückgegebenen Denkraum auf - jede weitere Runde setzt an deiner Reaktion an.
  5. Du kannst jederzeit eine einzelne Stimme direkt ansprechen („Tilda, bleib mal dabei.“).
Reflecting Team: Fall und Fragestellung eingeben
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Reflecting Team: Ausschnitt aus dem Dialog
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Reflecting Team: vierte Perspektive und Rückfrage
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Output

Ein Teamdialog in Runden: Tilda, Sam und Nele greifen Gedanken auf, widersprechen und verändern ihre Lesarten - Widerspruch ist erlaubt, künstliche Harmonie nicht. Ivy beobachtet anschließend, was das Team beim Denken getan, vermieden oder vorausgesetzt hat. Danach geht der Denkraum mit einer offenen Frage an dich zurück - ohne Zusammenfassung und ohne Therapieempfehlung. Unterschiedliche Lesarten dürfen nebeneinander bestehen bleiben.

Grenzen und Hinweise

Keine Diagnosen, keine verbindlichen Therapieanweisungen, keine Pathologisierung. Feedback bleibt fallbezogen; unbequeme Gedanken werden als mögliche Lesarten zurückgespiegelt. Das Team darf etwas nicht wissen.

Leitsatz

Zuhören. Miteinander denken. Sich irritieren lassen. Gedanken verändern dürfen. Widersprüche stehen lassen. Dann den Denkraum zurückgeben.

Rollentausch

Therapeutische Situationen nicht nur besprechen, sondern erproben: Rollenwechsel und Probe mit Supervisorin, Patient und Therapeutin.

Funktion und Zweck

Die Funktion arbeitet in drei Rollen: Supervisorin (klärt die Szene, wertet die Probe aus), Patient (du probierst als Therapeut etwas aus) und Therapeutin (Ellie demonstriert eine mögliche Formulierung oder erprobt sie mit dir in der Patientenrolle). Ausgangspunkt ist eine konkrete Szene, ein schwieriger Moment oder eine Formulierung, an der du festhängst.

Bedienung

  1. Wähle Ellie denkt > Supervisor > Rollentausch.
  2. Beschreibe die konkrete Szene; die Supervisorin klärt mit gezielten Fragen, bis die Situation spielbar ist.
  3. Entscheide, wer wen spielt („Willst du ihn spielen oder soll ich ihn spielen?“).
  4. Spiele die Probe - Ellie bleibt konsequent in der jeweiligen Rolle.
  5. Unterbrich jederzeit mit „Stopp“, „Freeze“ oder „Pause“; mit „Weiter“ geht es weiter, mit „Noch einmal“ wird die Szene verändert wiederholt; „Raus aus der Rolle“ kehrt zur Supervision zurück.
Rollentausch: Gespräch und Rückfragen
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Output

Ein interaktives Probe-Geschehen mit anschließender Auswertung: Als Patient spielt Ellie eine plausible Möglichkeit - auch zurückhaltend, ablehnend oder widersprüchlich, wenn das zum Fall passt; kein „hilfreiches“ Verhalten, nur damit die Intervention funktioniert. Nach der Probe wird zuerst dein Erleben aus der Patientenposition erfragt, dann supervisorisch verdichtet. Eine zweite Probe korrigiert nicht die erste, sondern macht eine andere Haltung, ein anderes Tempo oder eine andere Formulierung erfahrbar.

Grenzen und Hinweise

Das Rollenspiel behauptet nicht, dass der reale Patient tatsächlich so reagieren wird. Die Probe darf stocken, unangenehm werden oder scheitern - gerade solche Momente können aufschlussreich sein. Ersetzt keine reale Supervision und keine Selbsterfahrung.

Leitsatz

Verstehen, bis die Szene greifbar ist. Dann nicht weiter darüber reden - ausprobieren. Wirkung wahrnehmen. Zurückkehren. Noch einmal anders versuchen.

1 Fall – 3 Perspektiven

Drei voneinander unabhängige Falllesarten - psychodynamisch, verhaltenstherapeutisch, systemisch - ohne Bewertung, Führung oder Korrektur.

Funktion und Zweck

Ein hypothesenbildendes Denkwerkzeug: Denkbewegung ermöglichen, Perspektiven erweitern, innere Festlegungen lockern - etwa wenn die eigene Sicht auf einen Fall festgefahren wirkt. Die drei Lesarten stehen gleichwertig nebeneinander und dürfen sich widersprechen; Widersprüche werden nicht aufgelöst.

Bedienung und Output

Wähle Ellie denkt > Supervisor > 1 Fall - 3 Perspektiven, stelle das Fallmaterial bereit und starte die Ausgabe. Es erscheinen unmittelbar drei Lesarten (je ca. 120-160 Wörter) - ohne Vorbemerkung, Zusammenfassung oder Auswertung. Die Formulierung bleibt ruhig, nicht wertend und vorsichtig hypothetisch („könnte sein, dass ...“, „lässt sich auch so lesen, dass ...“).

Grenzen und Hinweise

Grundlage ist das bereitgestellte Material; Ellie ist darauf ausgelegt, materialtreu zu arbeiten und keine Falldaten oder Szenen zu ergänzen; weiterführende Lesarten sind als Hypothese gekennzeichnet. Keine Diagnosen, keine Therapieempfehlungen, keine Interventionen, keine Prognosen, keine Bewertung des therapeutischen Vorgehens. Welche Lesart du verfolgst, entscheidet allein deine klinische Einschätzung.

Leitsatz

Nicht festlegen. Nicht entscheiden. Blick öffnen.

1 Fall – 3 Perspektiven: Fall eingeben
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1 Fall – 3 Perspektiven: drei Lesarten
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Berichte erstellen (PTV3)

Aus Anamnese, Sitzungsprotokollen und weiteren Fallinformationen entsteht ein gegliederter PTV3-Berichtsentwurf; anschließend kann der Gutachter-Check auf Vollständigkeit, innere Stimmigkeit und typische Schwachstellen hinweisen.

Funktion und Zweck

Die Funktion erstellt Berichtsentwürfe für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche in den Verfahren TP, VT, ST und AP - als Erstantrag, Umwandlungsantrag oder Fortführungsantrag. Sie verkürzt vor allem die Arbeit des Ordnens, Verdichtens und Formulierens. Auswahl, Gewichtung und fachliche Verantwortung bleiben bei dir.

Bedienung

  1. Wähle Ellie schreibt > Berichte erstellen (PTV3). In der Übersicht steht die Funktion ganz oben.
  2. Wähle unter Berichtstyp wählen die Altersgruppe, das Verfahren (TP, VT, ST, AP) und den Antrag (Erstantrag, Umwandlungsantrag oder Fortführungsantrag).
  3. Füge die relevanten Fallunterlagen und eigenen Ergänzungen ein - als Text, Diktat oder Dateianhang (textbasierte PDF- oder Word-Datei, DOCX; keine Bilder oder Scan-PDFs).
  4. Erstelle und lies den ersten Entwurf abschnittsweise; ergänze oder korrigiere, was nur aus deiner Fallkenntnis hervorgeht.
  5. Starte den Gutachter-Check, bearbeite die nachvollziehbaren Hinweise und prüfe den Bericht erneut vollständig.
  6. Sichere die Endfassung in deinem eigenen System, bevor du den Tab schließt.
PTV3: Altersgruppe auswählen
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PTV3: Verfahren auswählen
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PTV3: Erstantrag oder Umwandlung auswählen
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PTV3: Falldaten eingeben oder anhängen
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PTV3: ausgefüllte Eingabe für eine TP-Umwandlung
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PTV3: Berichtsentwurf mit Bearbeiten und Prüfen
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Möglicher Input

  • Auswahl (Pflicht) - Altersgruppe, Verfahren, Antragstyp.
  • Fallunterlagen - Anamnesen, Sitzungsprotokolle aus dem PVS, Befunde, Vorberichte, eigene Ergänzungen. Inhaltlich erforderlich: Symptomatik, psychischer Befund, Diagnostik, biografischer und aktueller Kontext, Fallkonzeption, bisheriger Verlauf, Ziele, Behandlungsplanung und Prognose.

Output

Ein vollständiger, gegliederter Berichtsentwurf. Der Gutachter-Check liefert zusätzlich Hinweise zu möglichen Lücken, Widersprüchen oder kritischen Punkten, gekennzeichnet mit Ampel, Erfüllungsgrad und gegebenenfalls KO-Hinweisen. KO-Hinweise bezeichnen Punkte, ohne deren Klärung eine Bewilligung nach gutachterlicher Einschätzung unwahrscheinlich ist. Alle Hinweise dienen als Orientierung und sind weder eine Bewilligungsprognose noch eine Garantie dafür, dass ein realer Gutachter zu derselben Einschätzung kommt.

Was prüfe ich am Ergebnis?

  • Passen Symptomatik, Befund und Diagnosen zusammen?
  • Ist die Fallkonzeption individuell und nachvollziehbar?
  • Sind Therapieziele und Vorgehen konkret begründet?
  • Ist die Prognose aus dem Fall abgeleitet?
  • Ist bei Umwandlung oder Fortführung der bisherige Verlauf ausreichend dargestellt?
  • Sind Aufbau, Umfang und Sprache für das Gutachterverfahren geeignet?

Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen

Berücksichtige Entwicklungsgeschichte, familiären Kontext, Bezugspersonen, Schule oder Ausbildung, altersgerechte Symptomatik und Behandlungssituation. Die Diagnostik wird im aktuellen Produktstand mit ICD-10-Diagnosen dargestellt; das früher vorgesehene Multiaxiale Klassifikationsschema (MAS) wird nicht mehr verwendet. Prüfe besonders, ob die Perspektiven des Kindes oder Jugendlichen, der Sorgeberechtigten und weiterer relevanter Bezugssysteme angemessen berücksichtigt sind.

Beihilfeberichte

Auf Wunsch dient der PTV3-Bericht als Grundlage für einen Beihilfebericht: Der Entwurf wird um die zusätzlichen Anforderungen der jeweiligen Beihilfestelle ergänzt. Gib du dazu die zuständige Beihilfestelle beziehungsweise deren besondere Anforderungen mit an.

Grenzen und Hinweise

Ein formal vollständiger Bericht kann klinisch dennoch zu allgemein oder in sich unstimmig sein. Wenn sich Fallverständnis oder Ausgangsdaten wesentlich ändern, ist ein neuer Entwurf auf bereinigter Grundlage meist sinnvoller als weitere Korrekturschleifen.

Vor der Einreichung

Der Gutachter-Check ersetzt nicht deine eigene Prüfung. Eingereicht wird ausschließlich eine Fassung, die du inhaltlich vollständig geprüft hast und fachlich verantwortest.

[Video ansehen: PTV3-Bericht für Kinder und Jugendliche]Link ergänzen

Berichteprüfer (KI-Gutachter)

Ein simulierter Richtliniengutachter prüft Ihren ausgearbeiteten PTV3-Bericht auf gutachterliche Tragfähigkeit - nicht auf theoretische Perfektion, sondern darauf, ob ein realer Gutachter die beantragte Behandlung fachlich nachvollziehen kann.

Abgrenzung zum Gutachter-Check

Der Gutachter-Check ist Teil der Berichtserstellung und prüft unmittelbar nach dem Entwurf auf Vollständigkeit, innere Stimmigkeit und typische Schwachstellen (Ampel, Erfüllungsgrad, KO-Hinweise). Der Berichteprüfer ist die eigenständige, vertiefte Prüfung: Er simuliert das gutachterliche Lesen des fertigen Berichts und bewertet die gesamte Argumentationskette. Sinnvoller Ablauf: erst den Gutachter-Check abarbeiten und den Bericht überarbeiten, dann den Berichteprüfer auf die fertige Fassung ansetzen.

Funktion und Zweck

Der Berichteprüfer simuliert einen realen psychotherapeutischen Richtliniengutachter im deutschen Antragsverfahren (Psychotherapie-Richtlinie, PTV3-Leitfaden, Bewertungsprinzipien der KBV-Gutachtertätigkeit). Er ist kein Supervisor, Dozent oder Lehrbuchkommentator und bewertet Berichte nicht nach psychologischer Eleganz oder klinischer Kreativität.

Die zentrale Prüffrage lautet: Ist die beantragte psychotherapeutische Behandlung (Verfahren, Kontingent, Setting) für die gestellte(n) Diagnose(n) gutachterlich ausreichend begründet? Geprüft wird die gesamte Argumentationskette: Symptomatik/Befund → Diagnose → beantragtes Verfahren, Kontingent und Setting → verfahrensspezifisches Fallmodell → Behandlungsplan mit Methodik und Prognose.

Es werden nur Punkte benannt, die die Tragfähigkeit substanziell beeinträchtigen oder mit realistischer Wahrscheinlichkeit zu einer gutachterlich relevanten Rückfrage führen würden. Eine bloß denkbare Präzisierung oder theoretisch schärfere Ableitung ist kein kritischer Punkt, solange die Argumentationskette insgesamt tragfähig bleibt.

Bedienung

  1. Wähle Ellie schreibt > Berichteprüfer.
  2. Füge den vollständigen, bereits selbst überarbeiteten Berichtsentwurf ein. Bei Umwandlungsanträgen sollte der Bericht das Verlaufsmodul der bisherigen Behandlung enthalten, da die Umwandlungslogik mitgeprüft wird.
  3. Starte die Prüfung und lies die Ampelbewertung sowie das Gesamturteil.
  4. Arbeite gegebenenfalls die genannten kritischen Punkte nach und prüfe den überarbeiteten Bericht erneut.
Berichteprüfer: Ampel und Gesamturteil neben dem Bericht
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Berichteprüfer: Begründung und Bericht vergleichen
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Möglicher Input

  • Berichtstext (Pflicht) - der ausgearbeitete PTV3-Bericht als Text.

Output

Eine kompakte Prüfung von etwa einer Seite:

  • Ampelbewertung als Meta-Einschätzung der Begründungsqualität: GRÜN (klar tragfähig), GELBGRÜN (überwiegend tragfähig), GELB (relevante Teile unzureichend verbunden oder bedeutsam unklar), ROT (mehrere zentrale Begründungslücken).
  • Gesamturteil - knappe Einordnung der Tragfähigkeit der Argumentationskette.
  • Kritische Punkte - nur falls vorhanden, maximal zwei; nur Bruchstellen, ohne deren Klärung die Nachvollziehbarkeit von Diagnose, Verfahren, Setting, Kontingent oder Umwandlungslogik realistisch beeinträchtigt wäre.
  • Überarbeitungsschritte - nur falls substanzielle Bruchstellen benannt wurden.
  • Kurzkommentar zur PTV3-Struktur.

Grenzen und Hinweise

Die Ampel ist keine formale Bewilligungs- oder Ablehnungsentscheidung, sondern eine fachliche Einschätzung der Qualität der Argumentationskette. Der Berichteprüfer trifft keine rechtlich bindende Bewertung und garantiert nicht, dass ein realer Gutachter zu derselben Einschätzung kommt.

Geboten wird bewusst Zurückhaltung: Knappe, aber fachlich tragfähige Formulierungen gelten als ausreichend. Bei Beantragung einer Langzeittherapie gilt die Kontingentbegründung als ausreichend, wenn aus Verlauf, Konfliktdynamik, Behandlungszielen und methodischem Vorgehen nachvollziehbar wird, warum die beantragte Stufe fallbezogen plausibel ist.

Kein Bewilligungsversprechen

Die Ampel ist eine Orientierung für die Begründungsqualität Ihres Berichts. Eingereicht wird ausschließlich eine Fassung, die du inhaltlich vollständig geprüft hast und fachlich verantwortest.

Arztbrief

Kollegiale Arztbriefe und fachliche Korrespondenz - adressatenbezogen, datensparsam und mit Blick auf die Funktion des jeweiligen Schreibens.

Funktion und Zweck

Die Funktion entwirft knappe fachliche Schreiben an Hausarzt, Facharzt oder Klinik - etwa eine Mitteilung über Arbeitsunfähigkeit an den behandelnden Arzt (die Ausstellung der Krankschreibung selbst erfolgt durch dich bzw. den ärztlich berechtigten Behandler), Reha-Antrag, Medikamente, Konsiliarbericht oder als Begleitbrief. Der Brief soll nicht nur gut formuliert sein, sondern seinen Zweck erfüllen: Der Empfänger versteht nach dem Lesen schnell, warum geschrieben wird, was klinisch relevant ist, welche Diagnose maßgeblich ist und was mitgeteilt, empfohlen, erbeten oder geplant ist.

Bedienung

  1. Wähle Ellie schreibt > Arztbrief.
  2. Wähle Adressat und Zweck des Schreibens.
  3. Gib die Fallinformationen ein.
  4. Erstelle den Entwurf und bearbeite ihn.
  5. Prüfe Zulässigkeit, Adressierung und finale Fassung vor der Weitergabe.
Arztbrief: Eingabemaske
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Arztbrief: Datei, Adressat und konkreter Auftrag
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Arztbrief: Entwurf und Bearbeitung
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Möglicher Input

  • Empfänger, Anlass und konkretes Anliegen (Pflicht).
  • Fallkontext - relevanter Zeitraum, Befunde, Diagnosen, Verlauf, gewünschte Aussage. Nur das, was für den Adressaten erforderlich ist.

Wenn zwingende Kernangaben fehlen, werden sie gebündelt nachgefragt; andernfalls entsteht ein konservativer, direkt nutzbarer Entwurf.

Output

Ein direkt verwendbarer Briefentwurf in kollegialer, respektvoller, fachlich präziser Sprache - wie ein echter klinischer Arztbrief aus dem Praxisalltag. Diagnosen mit ICD-Code und Diagnosesicherheit (G, V oder Z), sofern vorhanden; funktionelle Auswirkungen statt bloßer Schweregrade; eindeutige zeitliche Unterscheidung von früheren Befunden, Verlauf, aktuellem Zustand und geplantem Vorgehen. Typische Länge: Hausarztbrief max. 1,2 Seiten, Facharztbrief 1-2 Seiten, Epikrise 1-2 Seiten, kurze Mitteilung 0,4-0,7 Seiten. Bei Mitbehandlungs- oder Abklärungsanfragen ist das konkrete Anliegen früh erkennbar - ohne dem Empfänger vorbehaltene Entscheidungen vorzugeben.

Grenzen und Hinweise

Grundlage ist das bereitgestellte Material; Ellie ist darauf ausgelegt, ohne erfundene Fakten, Befunde, Zitate, Zeitangaben oder Diagnosedetails zu arbeiten - geprüft und verantwortet wird die Fassung von dir. Ellie schreibt nicht selbstständig in deine Patientenakte und versendet nichts.

Verantwortung und Namensangaben

Klinische Bewertung, Endprüfung, Freigabe und Verantwortung liegen bei dir. Der Entwurf nennt die Patientin oder den Patienten neutral als „Patient/-in“; Name und Stammdaten ergänzt du erst in deinem Praxisverwaltungssystem.

Befundbericht

Entwürfe psychotherapeutischer Befundberichte für Behörden, Sozialleistungsträger, Rehabilitationsträger und Medizinischen Dienst - im Format „Kompakt modern“.

Funktion und Zweck

Die Funktion stellt vorliegende klinische Informationen für einen konkret benannten institutionellen Auftrag klar, knapp, funktional und adressatengerecht dar: dokumentierte Symptomatik, Befunde, Behandlungsverlauf, funktionelle Einschränkungen, Ressourcen, Behandlungseffekte und Prognoseaspekte. Die Institution wird erkannt und der Bericht entsprechend ausgerichtet: DRV (Erwerbsanforderungen), Agentur für Arbeit/Jobcenter (Ärztlicher Dienst), Versorgungsamt (Alltagsbewältigung und Teilhabe), Reha-Antrag (bisherige Behandlung und Rehabilitationsziele) oder Medizinischer Dienst (konkrete Prüffrage).

Bedienung

  1. Wähle Ellie schreibt > Befundbericht.
  2. Benenne die Institution und die konkrete Fragestellung.
  3. Füge die Fallinformationen ein - per Eingabe, Diktat oder Upload (textbasierte PDF- oder Word-Datei, DOCX; keine Bilder oder Scan-PDFs).
  4. Erstelle den Entwurf, bearbeite und finalisiere ihn
Befundbericht: Institution und gewünschtes Format im Auftrag angeben
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Output

Ein direkt verwendbarer Berichtsentwurf mit klaren Überschriften und kurzen Fließtextabsätzen (keine Tabellen, keine Bullet-Listen): kurze Zusammenfassung, Behandlungsdaten, Diagnosen und Verlauf, psychischer Befund, funktionelle Einschränkungen, bisherige Behandlung, spezifische Einschätzung für die Institution, Prognose. Bestehen relevante diagnostische Widersprüche oder Vorschläge, wird dem Entwurf ein Abschnitt Hinweise zur fachlichen Prüfung vor Freigabe vorangestellt. Eine Einschätzung zur täglichen Belastbarkeit wird nur bei ausdrücklicher Beauftragung aufgenommen - ausschließlich in den Kategorien „unter 3 Stunden täglich“, „3 bis unter 6 Stunden täglich“ oder „6 Stunden und mehr täglich“.

Grenzen und Hinweise

Grundlage ist ausschließlich das bereitgestellte Material; Diagnosen, Zitate, Zeitangaben oder Angaben über Dritte werden nicht eigenständig ergänzt. Suizidalität und Risiken werden nur bei ausdrücklicher Dokumentation aufgenommen. Keine juristische, rentenrechtliche, GdB- oder sozialmedizinische Endentscheidung. Fehlende Informationen führen nie zum Abbruch: nicht vorhandene Angaben entfallen.

Verantwortung

Klinische Bewertung, Prüfung, Freigabe, Unterschrift und Verantwortung liegen bei dir. Der Entwurf trifft keine Entscheidung der Institution vor. Name und Stammdaten der Patientin oder des Patienten ergänzt du erst in deinem Praxisverwaltungssystem - der Entwurf arbeitet mit der neutralen Bezeichnung „Patient/-in“.

Ergebnisse prüfen und übernehmen

Jede Ausgabe ist zunächst ein Arbeitsentwurf. Du entscheidest, ob sie ergänzt, verändert, übernommen oder verworfen wird.

Vollständige Prüfung

  • Sachliche Richtigkeit und Vollständigkeit
  • Korrekte zeitliche Einordnung
  • Passende Gewichtung der Informationen
  • Korrekte Diagnosen und Befunde
  • Nachvollziehbare Formulierungen
  • Keine unbelegten Schlussfolgerungen

Bearbeiten und dokumentieren

Du kannst einen Entwurf ergänzen, kürzen oder sprachlich verändern. Prüfe nach Änderungen erneut die Stimmigkeit des gesamten Textes. Wenn sich wesentliche Angaben oder dein Fallverständnis geändert hast, ist ein neuer Entwurf auf aktualisierter Grundlage häufig verlässlicher als weitere Korrekturschleifen.

Ellie Worx überträgt Ergebnisse nicht selbstständig in die Patientenakte oder in dein Praxissystem. Übernimm die geprüfte Endfassung in dein PVS oder deine sonstige Dokumentation.

Export: Kopieren oder als Word-Datei exportieren
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Vor einer Weitergabe

Prüfe zusätzlich den korrekten Adressaten, die Zulässigkeit der Weitergabe, die Datenminimierung sowie Vollständigkeit und Eindeutigkeit der finalen Fassung.

Wann fragt Ellie nach?

Die Funktionen gehen unterschiedlich mit fehlenden Angaben um. Diese Übersicht zeigt, was du erwarten kannst.

Funktion Verhalten bei fehlenden Angaben
Sitzungsprotokoll Keine Rückfragen; Unklarheiten bleiben sichtbar.
Fallmaterial destillieren Höchstens eine Frage pro Nachricht, nur zu klinisch relevanten Lücken; akute Risiken und Hauptsymptomatik zuerst.
Schwierige Gespräche vorbereiten Keine Rückfrageketten; Fehlendes wird als Hypothese gekennzeichnet.
TP-Supervisor Bei wesentlichen Lücken zuerst 1-3 Rückfragen, sonst sofortige Einordnung mit benannten Annahmen.
VT-Supervisor Fehlende Annahme wird benannt, Arbeit mit vorläufiger Hypothese; höchstens 1-3 Rückfragen.
ST-Supervisor Nachfrage nur bei wesentlich fehlenden Informationen oder relevantem Risiko.
Rollentausch Die Supervision fragt, bis die Szene spielbar ist.
Arztbrief Fehlende Kernangaben werden gebündelt nachgefragt; sonst konservativer Entwurf.
Befundbericht Kein Abbruch; nicht vorhandene Angaben entfallen.

Konto, Testabo und Support

Zugang, Abonnement und Zahlungsdaten werden im Nutzerkonto verwaltet.

Kostenlose Funktionen nach der Registrierung

14-tägiges Testabo

Nach der Registrierung stehen dir für 14 Tage alle Funktionen von Ellie Worx kostenlos zur Verfügung. Du kannst alles unbegrenzt testen.

Für den Testzeitraum ist keine Kreditkarte oder ähnliches erforderlich. Vor Ablauf der Testphase erhältst du eine Erinnerungsmail.

Kündigung, Monats- und Jahresabo

Nach 14 Tagen endet das Testabo automatisch. Dein Zugang zu Ellie Worx bleibt aber weiter bestehen, damit du die kostenfreien Angebote weiter nutzen kannst.

Das Monatsabo muss aktiv gebucht werden. Es kann zum Ende der jeweiligen monatlichen Zahlungsperiode gekündigt werden. Wenn du dauerhaft mit Ellie Worx arbeiten möchtest, kannst du im Nutzerkonto in das Jahresabo wechseln. Das laufende Monatsabo bleibt bis zum Ende der bereits bezahlten Monatsperiode bestehen; anschließend beginnt das Jahresabo. Konto und Zugang bleiben erhalten.

Wenn du PTV3-Berichte nur gelegentlich benötigst, kannst du diese auch einzeln oder im Dreierpaket ohne Abonnement erwerben. Die jeweils aktuellen Preise, Leistungen und Abrechnungsbedingungen findest du auf der Website und im Abrechnungsbereich.

Eine Bildschirmansicht für diesen Bereich wird noch ergänzt.

Technische Störungen

Nenne bei einer Supportanfrage das verwendete Modul, den Zeitpunkt, den Wortlaut der Fehlermeldung und die unmittelbar vorausgegangenen Schritte. Sende keine identifizierenden Patientendaten und möglichst auch keine Screenshots, auf denen solche Daten sichtbar sind.

Support

Bei technischen Problemen oder Rückfragen: support@ellie-worx.de

Bitte sende bei Supportanfragen keine identifizierenden Patientendaten.

[Handbuch als PDF herunterladen - Link ergänzen]